Amadeus Austrian Music Awards 2022


Lebenswerk-Amadeus an Boris Bukowski!

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Im Rahmen der diesjährigen Verleihung der Amadeus Austrian Music Awards wird Boris Bukowski für sein musikalisches Lebenswerk ausgezeichnet. ORF 1 sendet die Award-Show am 29.04.2022 um 22:15 Uhr.

Boris Bukowski wird mit dem diesjährigen Amadeus für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Der aus der Steiermark stammende Wahlwiener prägt seit Jahrzehnten die heimische Musikszene. Sowohl als Solokünstler als auch mit der Band „Magic” hat er musikalische Meilensteine gesetzt. Bukowski ist sich selbst als „zeitlos Zeitgenössischer und Meister des Understatements“ immer treu geblieben, so charakterisiert ihn sein Kollege Ronnie Herbholzheimer liebevoll.

Bukowski gilt als Macher, der im Laufe seiner Karriere vielerlei Projekte auf unterschiedliche Art und Weise begleitet hat. Unverwechselbar ist dabei seine ganz persönliche Note – ob als Drummer, am Mikro oder abseits der Bühne. Hits wie „Euer Fritze mit der Spitze“, „Trag meine Liebe wie einen Mantel“, „Kokain“ oder „Krieg dich nicht hinunter“ gelten heute als Klassiker.

Music Machine

Mit 15 Jahren entdeckt Boris Bukowski das Schlagzeug für sich, 1969 begann seine öffentlich wahrnehmbare Musikkarriere als Drummer der Band „Music Machine“. Im steirischen Fürstenfeld gegründet, hat sich die Band eine treue Fangemeinde erspielt und wurde zu den relevanten Szenebands in der Steiermark gezählt. Und das, obwohl sie nie einen Tonträger veröffentlicht haben. Nach der Matura beschließt Bukowski Berufsmusiker zu werden, schließt aber trotzdem sein Jusstudium als „Dr. iur.“ 1974 erfolgreich ab.

Von „Magic 69“ zu „Magic“

Carl Peyer, Günter Timischl und danach Boris Bukowski waren in den 70er-Jahren Mitglieder der Band „Magic 69“. Das steirische Trio zählt zu dieser Zeit zu einem der erfolgreichsten deutschsprachigen Acts Österreichs – ihre Songs sind allerdings erst später zu Hits geworden.

1972 stößt Boris Bukowski als Schlagzeuger zu „Magic“. Seine selbstgeschriebenen Songs trugen maßgeblich zu ihrem eigenen und unverwechselbar neuen Stil bei und so erhielten sie auch einen Plattenvertrag für drei Alben. Schon während der ersten Studioaufnahmen bestand die Plattenfirma EMI darauf, dass Bukowski das Mikro übernimmt.

1977 ist nach einer Serie von bekannten Singles das langersehnte erste Album „Ich bin müde“ mit Hits wie „Kokain“ und „Euer Fritze mit der Spritze“ erschienen. Zwei weitere Alben („Herzflimmern“ und „Sick“) sollten folgen, die nur mäßigen Erfolg erzielten. Bukowskis Resümee: „Die Radiosender wollten anscheinend entweder deutsche Texte mit Schlagermusik oder Rock mit englischen Texten. Da wir mit Schlager nichts am Hut hatten, nahmen wir ein drittes Rock-Album mit englischen Texten auf. Da brach in der BRD die Neue Deutsche Welle aus und wir waren wieder am falschen Dampfer.“

Magic Sound Studio Graz

Gemeinsam mit dem „Magic“-Keyboarder Andi Beit führte Bukowski 1979 bis 1991ein Tonstudio in Graz. Die beiden Künstler sind damals Knotenpunkt der steirischen Popmusikkultur und Epizentrum der kreativen und lebendigen Musikszene auf der anderen Seite des Semmerings. Legendäre Alben und Songs sind hier produziert und zeitgenössische Musikgeschichte ist hier geschrieben worden.

Boris Bukowski, Jahrgang 1946, ist Sänger, Komponist, Textautor, Buchautor („Unter bunten Hunden“ 2013) und er hat einen kurzen Abstecher in die Schauspielerei gemacht. (Hauptrolle in Peter Patzaks Film „Waikiki“ 1992).

Er tritt heute noch mit seiner Band „Bunte Hunde“ und auch im Duo auf, wo er neben einem „best of“-Konzertprogramm die schrägsten Anekdoten aus seinem Musikerleben erzählt.

 

Diskografie:
1977–80: drei Alben mit Magic: Ich bin müde (1977), Herzflimmern (1978), Sick (1980)

1985: Boris Bukowski (u. a. „Euer Fritze mit der Spritze”)

1987: Intensiv (u. a. „Kokain“)

1989: 100 Stunden am Tag (u. a. „Trag meine Liebe wie einen Mantel“, „Fandango“)

1991: Ganz stark im Kommen (u. a. „1/3 Rhythmus + 2/3 Schmalz“, „Ich bin müde“)

1993: Gott ist eine Frau (u. a. „Hey Joe“, „Wien weint“)

1999: 6 (u. a. „Hör!“, „Mein Leben spinnt“)

2002: Striptease live

2005: Bukowski + Freunde (u. a. „Zuerst nehmen wir Manhattan“)

2017: Gibt’s ein Leben vor dem Tod (u. a. „Money“, „Im Namen Gottes Amen“)

 

Best of:

1992: Hart und weich zugleich

2000: Premium Gold Collection

2004: The Very Best Of

2016: Austro Masters Collection

 

Sampler (Auszüge):

1989: Club Ö3 Super Hits

2000: Kuschelrock – Austropop zum Kuscheln

2004: Austro Pop Show

2006: Weltberühmt in Österreich

2020: 50 Jahre Austropop

 

Mitwirken bei:

1993: Lichtermeer SOS Mitmensch („Kleines Kind mit großen Augen“)

1996: Danke Danzer („Weiße Pferde“)

2015: Die Buben im Pelz („Heroin“)

2013 erschien sein Buch „unter bunten Hunden“

 

Weitere Informationen zu den Amadeus Austrian Music Awards sowie Bildmaterial finden Sie unter:

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