Produktionsförderung


Musiklabels helfen Musiklabels – Teil 2

dp2020

Der Verband der österreichischen Musikwirtschaft verdoppelt die Produktionskostenzuschüsse für Alben und Musikvideos und stellt dafür weitere 300.000 Euro bereit.

Nach der raschen und unbürokratischen Corona-Soforthilfe während des Lockdowns im März und April dieses Jahres starten der Verband der österreichischen Musikwirtschaft – IFPI Austria und die Verwertungsgesellschaft LSG nun eine weitere Hilfsmaßnahme.

Ab heute wird die bestehende Produktionsförderung der LSG für Alben und Musikvideos verdoppelt. Im Rahmen dieser Förderaktion können in 2020 anfallende Produktionskosten von Alben- und Musikvideo-Produktionen durch nicht rückzahlbare Zuschüsse unterstützt werden. Abhängig von der jeweiligen Förderkategorie variieren diese Zuschüsse von 1.000 bis maximal 50.000 Euro. Darüber hinaus wird die Eintrittsschwelle für Förderungen gesenkt. Schon ab einem Tantiemenaufkommen von 500 Euro pro Jahr können Labels Produktionskostenzuschüsse beziehen. Damit steht diese Förderung auch aktiven Kleinlabels offen.

Ziel ist es, finanzielle Anreize für die Produktionstätigkeit der Labels zu schaffen. Damit sollen Unternehmen und Beschäftigung erhalten und die kulturelle Vielfalt der österreichischen Musikbranche gestärkt werden. Wie schon das Corona-Soforthilfe Programm wird auch diese Förderaktion aus dem Kulturfonds der LSG-Produzenten finanziert, der aus den Einnahmen aus der Privatkopievergütung gespeist wird.

Weitere Informationen und Antragsformulare siehe auf der LSG-Website.

Franz Medwenitsch, Geschäftsführer des Verbands der österreichischen Musikwirtschaft: „Nach der Corona-Soforthilfe im März setzen wir nun den nächsten Schritt, um die gewachsenen Strukturen der österreichischen Musiklandschaft zu stabilisieren und die Labels in ihrer Produktionstätigkeit unbürokratisch zu unterstützen.“

Die Musikbranche ist von den Corona-bedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens, der Absage von Konzerten, den Schließungen im Handel und der langfristigen Verschiebung kultureller Projekte schwer getroffen worden. Viele Unternehmen und Akteure sind durch massive Verluste und Mehrkosten in ihrer Existenz bedroht.

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